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Kostenfaktor Smartphone / Tablet

Im Rahmen der Begleitung fragen Seniorinnen und Senioren häufig, mit welchen Kosten sie im Umgang mit Smartphone und Tablet zu rechnen haben. Hier finden Sie einen Überblick zur Beantwortung dieser Frage.

Anschaffungskosten
Zunächst einmal entstehen Kosten bei der Anschaffung des Smartphones oder Tablets. Diese fallen je nach Gerät und System sehr unterschiedlich aus. Grundlegend ist dabei die Entscheidung, ob ein Android- oder Apple-Gerät gekauft wird. Eine Entscheidungshilfe hierzu finden Sie im Artikel: Äpfel mit Birnen vergleichen – Entscheidungshilfe für die Wahl zwischen Android und Apple.

Achtung: Bei Tablets wird zwischen Cellular-Modellen und WLAN-Modellen unterschieden. Cellular-Modelle funktionieren mit einer SIM-Karte und nutzen die gleichen Signale wie ein Smartphone. Der große Vorteil ist, dass Sie mit diesen Geräten auch unterwegs ins Internet können. Bei reinen WLAN-Modellen hingegen benötigen Sie keine SIM-Karte und keinen Datentarif, dafür können Sie das Gerät nur über ein WLAN mit dem Internet verbinden.

 

Kosten, die bei der Benutzung eines Geräts mit SIM-Karte anfallen
Um eine SIM-Karte zu erhalten und nutzen zu können, müssen Sie sich für einen Netzbetreiber (zum Beispiel Telekom, Telefónica Germany, Vodafone, etc.) oder einen Mobilfunkanbieter (zum Beispiel 1&1 oder Aldi Talk) entscheiden. Netzbetreiber sind Unternehmen, die ein öffentliches Mobilfunknetz betreiben und Dienstleistungen für Privat- und Geschäftskunden anbieten. Mobilfunkanbieter hingegen verfügen über kein eigenes Netz, sondern nutzen die Netze der Netzbetreiber.

Es lohnt sich, im Vorfeld genau zu überlegen, was Sie vorwiegend mit Ihrem Gerät machen möchten, um den passenden Anbieter und das passende Angebot wählen zu können. Grundlegend können Sie dabei wählen zwischen Prepaid-Tarifen und monatlichen Festbeträgen, oft als „Vertrag“ bezeichnet, auch wenn Sie genaugenommen auch bei Prepaid einen Vertrag abschließen, nur dass dieser eben nicht mit monatlichen Zahlungen verbunden ist.

Bei einer Prepaid-Karte zahlen Sie Geld ein und können zudem flexible Pakete dazubuchen. Der Vorteil der Prepaid-Karte ist, dass Sie dabei die volle Kostenkontrolle haben und keine Vertragslaufzeit, in der monatliche Kosten anfallen.

Beim „Vertrag“ haben Sie eine feste Laufzeit und erhalten die Rechnung immer am Ende des Monats. Häufig haben Sie beim „Vertrag“ Inklusivleistungen, beispielsweise Flatrates (z.B. unlimitierte Anrufe oder Nachrichten zum Festpreis) und können manchmal ein neues Smartphone zum günstigeren Preis dazubuchen.

Wie auch immer Sie sich entscheiden: Sie sollten über Vergleichsportale die verschiedenen Anbieter und Tarife vergleichen, um das gesamte Angebot zu überblicken!

 

Kosten, die für die Nutzung von Apps anfallen
Die „Starthilfe – digital dabei!“-App ist komplett kostenfrei. Natürlich gibt es aber auch Apps, die Geld kosten bzw. Apps, die zunächst gratis sind, aber im Laufe der Nutzung Geld kosten. Die Abwicklung der Käufe läuft dabei über den jeweiligen App-Store und die Abbuchung über die hinterlegte Zahlungsmethode (Kreditkarte, PayPal, Telefonanbieter, etc.).

Drei Geschäftsmodelle von Apps stellen wir Ihnen hier kurz vor:
Kauf per Einmalzahlung oder Abo:
Wenn Sie für den Download der App Geld bezahlen, haben Sie die App gekauft. Hierbei gibt es Apps, die Sie mit einer einmaligen Zahlung erwerben, aber auch Apps, die in einem monatlichen oder jährlichen Abo bezahlt werden. Achten Sie vor der Installation darauf, um welches Geschäftsmodell es sich handelt.

In-App-Anzeigen:
Wenn die App zwar kostenfrei ist, Ihnen aber Werbung angezeigt wird, spricht man von In-App-Anzeigen oder werbefinanzierten Apps. Hierbei kann es zu ungewollten Abo-Abschlüssen kommen. Schon ein versehentliches Tippen kann reichen, um ein Abo abzuschließen. Um dies zu vermeiden, können Sie bei Ihrem Mobilfunkanbieter eine Drittanbietersperre aktivieren lassen.
Alle Informationen zur Drittanbietersperre finden Sie zum Beispiel hier: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/digitale-welt/mobilfunk-und-festnetz/drittanbietersperre-schutz-vor-ungewollten-abos-12613

In-App-Käufe:
Manche Apps werden als kostenloser Download angeboten, verfügen aber nur über eingeschränkte Funktionen. Um mehr Funktionen nutzen zu können, müssen Sie beispielsweise für eine Premium-Version Geld bezahlen. In diesem Fall spricht man von In-App-Käufen. Um versehentliche In-App-Käufe zu vermeiden, können Sie in den Einstellungen Ihres App-Stores die Funktion In-App-Käufe deaktivieren (beim Apple App Store) bzw. eine Authentifizierung für Ihre Käufe mit einem Passwort oder Ihrem Fingerabdruck einstellen (beim Google Play Store).
Wie Sie weitere Kostenfallen vermeiden können, erfahren Sie erfahren Sie hier: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/digitale-welt/mobilfunk-und-festnetz/kostenfallen-bei-smartphones-vermeiden-6425

Weitere Informationen zum Thema Apps und Kosten finden Sie auch in Baustein 12.

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